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Teil 3: Wir wollen eine möglichst gute Ausbildung vermitteln
1. Eine Ausbildung, die sich den Erfordernissen der Zeit stellt
Um uns in der Ausbildung den Anforderungen der Zeit zu stellen, pflegen
wir den Kontakt mit den Ehemaligen, stützen wir uns auf
wissenschaftliche Studien, stehen wir im Austausch mit der Industrie
und dem Mittelstand und beziehen wir die neuen Medien in die Ausbildung
mit ein.
Die Schulmediothek ist einer der Orte, an dem die Hinführung zu den
Quellen der Kultur, der Bildung und des Wissens unter Anleitung der
Lehrer und in Eigenverantwortung des Schülers stattfindet.
2. Eine Ausbildung, die die Muttersprache, die französische Sprache und weitere Fremdsprachen deutlich fördert
Schwierigkeiten in der Beherrschung der Muttersprache gehen oft einher
mit Schwierigkeiten im Beherrschen der kognitiven Fähigkeiten und im
Erlernen der Fremdsprachen.
Deshalb gilt der Spracherziehung unser besonderes Augenmerk. Eine
korrekte Ausdrucksweise dient der besseren Verständigung. Sprache ist
aber auch Medium des Wissens. Sprachkenntnis und Sprachbeherrschung
erleichtert das Verstehen, das Verarbeiten und das Aneignen von Wissen.
- Französisch als 1. Pflichtsprache wird besonders gefördert durch eine
Zusatzstunde in den ersten 4 Jahren. Im 5. und 6. Jahr besteht die
Möglichkeit, 2 Stunden zum Pflichtfach hinzu zu wählen.
- Englisch und Niederländisch werden im allgemeinbildenden Unterricht bis zu 4 Wochenstunden ab dem 3. Jahr angeboten.
3. Wir bieten eine breitgefächerte und angepasste Ausbildung
An einem einzigen Standort bietet unsere Schule in der Ausbildung
sowohl die Vorbereitung auf Weiterstudien nach dem Abitur
(Uni/Hochschule/Fachhochschule), als auch die Hinführung zu technischen
und handwerklichen Berufen. Dies erleichtert die Orientierung je nach
Begabung , Fähigkeit und Interesse.
Entsprechend unterschiedlich sind die Inhalte gelagert.

4. Die Struktur unserer Schule ist auf die Bedürfnisse der Schüler ausgerichtet
In den Übergangsabteilungen (A) des allgemeinbildenden und des
technischen Unterrichtes werden die Schüler/innen auf die späteren
Anforderungen an Universitäten und Hochschulen vorbereitet. Neben der
inhaltlichen Grundausbildung wird der Förderung von Fähigkeiten, Wissen
zu verarbeiten, großer Raum beigemessen.
In den Qualifikationsabteilungen des technischen Unterrichts (QT)
werden die Schwerpunkte sowohl auf die Allgemeinbildung als auch auf
die theoretische und praktische Ausbildung in den einzelnen
Fachbereichen gelegt. Nach Erhalt des Abiturs und des Fachabschlusses
steht den Schüler/innen sowohl der Weg zum Weiterstudium an
Fachhochschulen als auch der Einstieg ins Berufsleben offen.
Die Qualifikationsabteilungen des beruflichen Unterrichts (QB)
konzentrieren sich auf die fachliche Ausbildung, wobei der Praxis
großer Raum beigemessen wird. Von der alltäglichen praktischen
Erfahrung zur theoretischen Überlegung und Schlussfolgerung, das ist
hier oberstes Prinzip. Sie ist eine gute Vorbereitung auf handwerklich
ausgerichtete Berufe. Auch hier kann man nach Abschluss des 7. Jahres
ein Abitur erhalten.
Der Teilzeitunterricht des Technischen Institutes ermöglicht den
Jugendlichen (zwischen 15 und 18 Jahren) eine Ausbildung durch einen
betont praxisbezogenen und differenzierten Unterricht. Dieser wird
ergänzt durch eine praktische Ausbildung in einem Betrieb an drei Tagen
pro Woche. Die Ausbildung ist seinen individuellen Fähigkeiten und
Bedürfnissen angepasst und fördert seine soziale und berufliche
Integration.
Den regulären Schülern kann am Ende des Schuljahrs aufgrund einer
Entscheidung des Klassenrates das Abschlusszeugnis der Grundschule,
eine Orientierungsbescheinigung A des zweiten, dritten oder sechsten
Jahres des beruflichen Unterrichts verliehen werden, d.h. der Abschluss
wird gleichgesetzt mit einem bestandenen Jahr des 2., 3. oder 6. Jahres
des beruflichen Unterrichts.
5. Eine Ausbildung, die fördert durch Fordern
Dazu gehört auch die Leistungskontrolle:
- durch Abfragungen (unangekündigt, auf vorherige Stunde bezogen);
- durch Bilanzen (angekündigt, auf ein bestimmtes Kapitel bezogen);
- durch Prüfungen (angekündigt, auf größere Stoffmengen bezogen).
Die täglichen und wöchentlichen Bewertungen werden ins Tagebuch eingeschrieben.
Die Schüler erhalten 4 Zeugnisse (Allerheiligen, Weihnachten, Ostern,
Ende des Jahres), wo diese Leistungen und die Ergebnisse der Prüfungen
zusammengefasst sind.
Im 1. und 2. Jahr A wird jede Note der einzelnen Perioden getrennt
betrachtet, d.h. eine mögliche negative Note der 1. Periode wird nicht
in die Note der 2. Periode usw. einbezogen. Somit wird die Motivation
des Schülers, Mängel zu beheben, gesteigert, da er die Möglichkeit hat,
ein negatives Resultat aufzuarbeiten, ohne befürchten zu müssen, dass
das negative Resultat einer Periode automatisch das Resultat der
folgenden Periode herabsetzt.
Die Jahresendnote ist die Synthese der Noten der 4 Perioden. Die
Entwicklung ist aus den Noten der einzelnen Perioden ersichtlich und
wird bei der Gesamtwertung und Versetzungsentscheidung berücksichtigt.
Das Gleiche gilt für alle 3. und 4. Klassen mit einem Unterschied: Die
Note der 1.Periode gibt dem Schüler eine Standortbestimmung seiner
bisherigen Leistung. Die Note der 2.Periode setzt sich zusammen aus
allen Bewertungen von September bis zur Weihnachtsprüfung inklusive.
Daher ergibt sich die Versetzungsnote aus der Synthese der Noten der
zweiten, dritten und vierten Periode.
Für alle 5., 6. und 7. Klassen ergibt sich die Versetzungsnote aus der Synthese der Noten der zweiten und vierten Periode.
Ist die Jahresendnote unter 5, kann der Klassenrat die Entwicklung der
schulischen Leistungen des Schülers zu Rate ziehen, um eine
Entscheidung (Versetzung, Ferienarbeit, Umorientierung, Nachprüfung,
Nichtversetzung) zu treffen.
Bewertungsskala: Bedeutung der Ziffern
1 Die Leistung ist ungenügend : Grundkenntnisse fehlen.
2 Die Leistung ist ungenügend : Grundkenntnisse sind nur lückenhaft vorhanden.
3 Die Leistung ist ungenügend : Grundkenntnisse sind nur durch zusätzliche Arbeiten und Anstrengungen zu erreichen.
4 Die Leistung ist mangelhaft : die Mängel können jedoch behoben werden.
5 Die Leistung ist ausreichend : die Kenntnisse sind erreicht, müssen aber noch gefestigt und ausgebaut werden.
6 Die Leistung ist befriedigend.
7 Die Leistung ist gut.
8 Die Leistung ist sehr gut.
9 Die Leistung ist ausgezeichnet.
10 Die Leistung ist perfekt.
Gewichtung der Jahresarbeiten – Prüfungen
1. Jahresarbeiten (JA) setzen sich aus Noten der Abfragungen, Diktate, Hausaufgaben, Bilanzen, Vorträge ... zusammen.
2. Prüfung (P) = Note der Arbeit, die in der Prüfungszeit
(Weihnachten/Jahresende) geschrieben wird, und die Note der Endarbeit
in der Bestimmungsstufe.
1. Stufe : 1. u. 2. Jahr A 1.
Periode 2. Periode 3.
Periode 4. Periode
JA JA P JA JA P
4/4 2/4
2/4 4/4 2/4 2/4
Die Jahresendnote ist der Schnitt der im Zeugnis stehenden Noten der 4 Perioden.
2. Stufe : 3. u. 4. Jahr A / QT / QB 1. u . 2.
Periode 3. Periode 4. Periode
JA P JA JA P
2/5 3/5 5/5 1/5 4/5
Die Jahresendnote ist der Schnitt der im Zeugnis stehenden Noten der 2., 3. u. 4. Periode.
3. Stufe : 5. u. 6. Jahr A / QT / QB 1. u. 2. Periode 3. u. 4. Periode
JA P JA P
2/5 3/5 2/5 3/5
Die Jahresendnote ist der Schnitt der im Zeugnis stehenden Noten der 2. und 4. Periode.
Bewertung in der differenzierten Stufe : 1. B und 2. B
In diesen beiden Klassen wird versucht, den Unterricht so zu gestalten,
dass jeder Schüler sich seinen Fähigkeiten entsprechend
weiterentwickeln kann. Deshalb organisieren die Lehrpersonen der
allgemeinbildenden Fächer in dieser differenzierten Stufe einen
lernzielorientierten Unterricht. Sowohl in der 1.B als auch in der 2.
Beruflichen wird der Versuch unternommen, eine gleichermaßen
lernzielorientierte und kontinuierliche Bewertung zu realisieren - und
zwar vor allen Dingen, um dem Prinzip der inneren Differenzierung
gerecht zu werden. (Lernzielliste - Auflistung und Markierung der
bestandenen und nicht bestandenen Lernzielkontrollen).
Wenigstens zweimal pro Schuljahr ist eine Periode globaler Tests
vorgesehen. Falls der Schüler ein Lernziel (oder einen Test) nicht
schafft, so ist er gezwungen, dieses Lernziel bzw. diesen Test neu
vorzubereiten oder zu schreiben.
Das Arbeits- und Sozialverhalten wird auf einem besonderen Blatt bewertet.
Übergang 1 B. - 2. Berufliche
Wir sind grundsätzlich der Auffassung, dass die Klassen der 1.B und 2. Beruflichen als eine Stufe zu betrachten sind.
Vor diesem Hintergrund ist unsere Lehrergruppe übereingekommen, das
Wiederholen einer 1.B-Klasse nur noch in Ausnahmefällen zu erlauben,
und dies im Bewusstsein, dass das Wiederholen einer Klasse nur in
relativ seltenen Fällen den betreffenden Schüler in seiner
Persönlichkeitsentwicklung weiterbringt.
Wenn in unserer Stufe trotzdem am Ende der 1.B ein Verbleiben für einen
bestimmten Schüler angezeigt ist, dann vor allen Dingen deshalb, weil
bedeutende Anpassungsschwierigkeiten auf sozialer Ebene
vorliegen. Auf jeden Fall sollte die Entscheidung für alle
Beteiligten einsichtig bzw. mitgetragen sein; dies gilt in besonderer
Weise für die Eltern und für den Schüler selbst. Eine weitere
grundsätzliche Bedingung für eine Wiederholung des Jahres ist die, dass
der Schüler zu keiner wortwörtlichen Wiederholung des Jahres
verpflichtet wird, sondern im darauffolgenden Jahr die Möglichkeit
erhält, dort weiterzuarbeiten, wo er zuletzt angelangt war. Eine
Abstimmung zwischen den Lehrern der 1.B und der 2.B geschieht sowohl
auf informeller als auch auf formeller Ebene.
In diesem Zusammenhang sei nur ansatzweise erwähnt, dass eine
intensivere Zyklusarbeit gewiss als eine hervorragende Möglichkeit zu
betrachten ist, individuelles Lernen in einer Lebens- und
Arbeitsgemeinschaft zu gewährleisten.
Beschluss des Klassenrates am Ende des Schuljahres
Am Ende eines jeden Schuljahres wird vom Klassenrat eine der folgenden Entscheidungen getroffen :
1. Der Schüler darf das Studium ohne Einschränkung fortsetzen. Er erhält die Orientierungsbescheinigung A.
2. Der Schüler darf das Studium mit Ausnahme einer oder mehrerer
Studienrichtungen oder Abteilungen, die genau angegeben werden,
forsetzen. Er erhält die Orientierungsbescheinigung B.
3. Der Schüler wird nicht versetzt. Er erhält die Orientierungsbescheinigung C.
4. Bei größeren Lücken können Ferienarbeiten oder Nachprüfungen gegeben werden.
Die Orientierungsbescheinigungen werden in der Schule aufbewahrt. Nur beim Schulwechsel werden sie ausgehändigt.

6. Eine Ausbildung zum selbstständigen Denken und Handeln
Der erste pädagogische Auftrag der Schule ist es, unseren Schülern den
Weg zum selbstständigen Handeln und Denken zu eröffnen. Sie sollen
befähigt werden, auf die sich ständig wandelnden Erfordernisse der
Gesellschaft kritisch und kreativ einzugehen.
Den Schülern werden Mittel und Wege angeboten, sich Wissen und Fähigkeiten anzueignen und diese ständig zu entwickeln.
Die Förderung der Selbstständigkeit des Lernenden, das persönliche und
das kooperative Lernen, die vielseitige Gestaltung der Lernsituationen
sind die Wege, die wir beschreiten.
Um dies den sich entwickelnden Anforderungen der Zeit entsprechend
verwirklichen zu können, ist es notwendig, die Schüler mit der Fülle
der zur Verfügung stehenden Medien bekannt zu machen und den Umgang mit
ihnen einzuüben.
7. Eine Ausbildung, die auf den Erwerb von kognitiven Fähigkeiten achtet
Die langfristige Wirksamkeit einer Ausbildung steht im Verhältnis zur
Aufmerksamkeit, die man der Verarbeitung und dem planvollen Aufbau des
Wissens widmet.
Wissenschaftliche Studien belegen, dass zu den Grundfähigkeiten, Wissen
zu verarbeiten, 17 Faktoren gehören, die man auch als kognitive
Fähigkeiten bezeichnet:
- Das Gleiche in anderen Worten sagen.
- Das Gleiche in Tabellen, Grafiken und Schemata umwandeln und umgekehrt.
- Das Gleiche in technische oder symbolische Sprache umsetzen und umgekehrt.
- Etwas durch Beispiele und Gegenbeispiele, die verschiedenartig sind, aber korrekt sein müssen, veranschaulichen.
- In einer gegebenen Situation die Vorgehensweise entdecken und formulieren.
- In der gegebenen Situation zwischen wesentlichen, nebensächlichen und unwesentlichen Informationen unterscheiden.
- Alle Elemente einer gestellten Frage berücksichtigen.
- Persönliche, strukturierte Notizen nehmen können.
- Die Struktur eines Textes, den man gelesen hat, aufdecken und formulieren.
- Die Struktur eines Vortrages, den man gerade gehört hat, aufdecken und formulieren.
- Etwas knapp und präzise zusammenfassen (verstehen).
- Ein Prinzip (Regel, Gesetz) herausschlussfolgern und anwenden können.
- Missbräuchliche Verallgemeinerungen meiden.
- Kriterien formulieren, die dem Urteil oder der Bewertung dienen und sie richtig anwenden.
- Eine strukturierte Synthese schriftlich verfassen.
- Eine strukturierte Synthese mündlich vortragen.
- Gezielt Informationen zu einem Thema/Fachbereich suchen.
Durch die Fähigkeiten wird der Schüler dazu angeleitet, zu verstehen,
zu analysieren, zu synthetisieren, zu urteilen und zu bewerten.
8. Eine Ausbildung, die auf eine gute Lernatmosphäre achtet
Um dieses zu fördern, haben alle Lehrer/innen unserer Schule sich auf folgende Rituale geeinigt.
a) Wie sollen sich die Schüler im Klassenraum verhalten
- In diesem Raum bin ich drinnen und nicht draußen
- deshalb: keine Mütze im Raum tragen
- In diesem Raum ist man willkommen, d.h. es herrscht keine Aufbruchstimmung
- deshalb: keine Stühle auf den Bänken.
- Dieser Raum ist ein Arbeitsraum
- deshalb: kein Essen und Trinken während des Unterrichts.
b) Wie treten Schüler in den Klassenraum ein
Beim Eintreten wird nicht gelaufen, nicht gedrängt, nicht gestoßen, nicht geschrien.
Die Lehrperson schließt die Tür als Zeichen für den Beginn des Unterrichts.
Sollte ein(e) Schüler/in verspätet sein:
- muss diese(r) anklopfen
- auf die Aufforderung hereinzutreten warten
- sich erklären
- und dann erst zu seinem/ihrem Platz gehen.
c) Wann beginnt der Unterricht
Es herrscht Stille. Das Gebet in der ersten Stunde ist eine Gelegenheit, Stille eintreten zu lassen.
Die Lehrperson grüßt die Schüler/innen.
Der Lehrer sagt, was heute in der Unterrichtsstunde ansteht.
d) Wie verhalten die Schüler sich während des Unterrichts
Der Lehrer achtet auf korrekte Sitzhaltung der Schüler/innen.
Der Lehrer ist der Gesprächsleiter, d.h.
- der/die Schüler/in fragt das Wort durch Handaufheben.
- die/der Schüler/in fällt den Mitschülern/innen und der Lehrperson nicht ins Wort und hört zu.
e) Wie endet der Unterricht
Die Unterrichtstunde endet mit dem Gongzeichen.
Bis dahin ist das Tagebuch ordentlich geschrieben.
Beim Gongzeichen verlassen die Schüler/innen den Raum ohne zu drängeln, zu stoßen oder zu schreien.
9. Eine Ausbildung, die auf Absprache basiert
Die Lehrer/innen treffen sich regelmäßig, um fachbezogen die Inhalte
vom 1. Unterrichtsjahr bis zu den Abschlussklassen festzulegen und zu
koordinieren.
Die Lehrer treffen sich regelmäßig, um die Entwicklung des Schülers als
Ganzes zu erkennen, in Zusammenarbeit mit der Direktion und dem PMS.

10. Eine Ausbildung, die den Einstieg ins Mittelschulwesen erleichtert
Der Übergang von der Volksschule zur Sekundarschule - bei Erhalt des
Grundschulabschlusses oder in der Regel mit 12 Jahren - bereitet
manchem Schüler Schwierigkeiten. Hier setzen wir gezielte Maßnahmen
ein. Da die Welt der Mittelschule für alle Schüler neu und unbekannt
ist, beginnt das Schuljahr für diese Schüler mit einem Empfangstag, den
die Klasse mit ihrem Klassenleiter verbringt. Mit ihm lernen die
Schüler die neue Umgebung kennen. Er macht die Schüler miteinander
bekannt und führt sie durch die Schule: Wo finde ich das Sekretariat?
Wo finde ich den Direktor? Wo nehme ich das Mittagessen ein?,
usw. Er ist ihnen behilflich in ihren Besorgungen: So erhält der
Schüler z.b. alle Hefte und Bücher. Er braucht am 1. Schultag nur eine
leere Schultasche und etwas Schreibzeug mitzubringen. Am Ende des
Empfangstages begleitet der Lehrer die Schüler zum Bus. Dieser
Empfangstag nimmt die Nervosität, die verständlich ist, wenn etwas
Neues ansteht.
Bei der Klassenaufteilung achten wir darauf, dass die Schüler, die
gemeinsam ein 6. Schuljahr besuchten, auch im 1. Jahr in der gleichen
Klasse sind (unter Voraussetzung, dass die Eltern dies wünschen.) Dies
erleichtert den sozialen Einstieg. Ab dem 2. Jahr erfolgt die
Klasseneinteilung nach Wahl der Grundwahlfächer.
Um den Schülern den Einstieg ins Mittelschulwesen zu erleichtern,
versuchen wir ihm die geeigneten Lerntechniken und die Organisation der
Schularbeit durch eine wöchentliche Arbeitsmethode-Stunde zu
vermitteln, dies unter Anleitung des Klassenleiters.
Schüler, die das Grundschulabschlusszeugnis nicht erhalten haben, bzw.
die Grundschule mit 12 Jahren ohne Grundschulabschlusszeugnis
verlassen, werden in die 1.B-Klasse eingeschrieben. Schüler, die den
Anforderungen einer 1. A-Klasse nicht gerecht werden, können im Laufe
des Jahres in die 1.B-Klasse überwechseln. Dort werden sie besonders
gefördert: Sie werden in kleine Gruppen eingeteilt, haben einen
Bezugslehrer, der sie in den meisten Fächern unterrichtet. Sie erhalten
einen differenzierten Unterricht, der auf die Stärken und Schwächen
eingeht, aber auch den Schüler nach seinen Fähigkeiten fördert und
dabei seinen eigenen Rhythmus beachtet. Der Schüler muss oft erst
nochmal Selbstvertrauen und Freude an der Schule gewinnen.
Organisation der Arbeit über den Wochenplan, Hilfen zum persönlichen
Erfolg, auf Stärken und Lücken sinnvoll aufbauen, das sind einige
Schwerpunkte in der Arbeit einer Anpassungsklasse. Nach diesem Jahr
kann der Schüler in eine 1.-A-Klasse einsteigen oder in eine 2.
Berufliche übergehen.
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